Aufbruch in die digitale Zukunft – Delegationsbesuch auf der CeBIT

Vom 27. Februar bis 5. März 2011 reiste auf Einladung des BMBF eine lateinamerikanische Experten-Delegation nach Deutschland und besuchte unter anderem die CeBIT 2011. Auf dem Top-Event der IT- und Telekommunikationsbrache informierten sie sich über zukünftige Trends, brachen bei Gesprächen mit deutschen Branchenführern in neue digitale Welten auf.
Bei der lateinamerikanischen Delegation war Brasilien stark vertreten – nicht zuletzt dank des Deutsch-Brasilianischen Wissenschaftsjahres. Führende brasilianische Forschungsinstitute und Universitäten – das Center of Excellence in Advanced Technologies - SENAI, das Center for Information Technology Renato Archer, das Federal Institute of Education, Science and Technology of São Paulo -IFSP, die Federal University of Paraná und die Lutheran University from Brazil - ULBRA – nutzten die Gelegenheit, konkrete Kooperationsmöglichkeiten mit deutschen Partnern auszuloten und ihre F&E-Netzwerke auszubauen. Besonderes Interesse galt den Zukunftsthemen „Cloud Computing“, Telemedizin, Applikationen für Unternehmenssteuerung oder andere intelligente Software. Themen, die auch bei der diesjährigen CeBIT im Mittelpunkt standen.

Expertentreffen auf der CeBIT

Unter dem Motto „Work and Life with the Cloud“ befasste sich die CeBIT , die vom 1. bis 5. März 2011 in Hannover tagte, mit dem Schwerpunktthema Cloud-Computing. (Hierbei verlagern sich Anwendungen und Hardware vom eigenen PC ins Internet, in die „Cloud“.) Darüber hinaus bot die CeBIT einen umfassenden Marktüberblick zu den neuesten Hard- und Software-Trends, seien es Smartphones mit neuen Betriebssystemen, Tablet-PCs, 3D-Technologien, der UMTS-Nachfolger LTE oder Telemedizin-Anwendungen. Rund  1 000 Foren, Vorträge und Keynotes brachten Experten der ITK-Welt zusammen – doch damit nicht genug: Eigens für die Lateinamerika-Delegation hat die AMIK GmbH für das BMBF ein individuelles Besuchsprogramm ausgearbeitet, um gezielt Kontakte herzustellen, die passenden Partner zusammenzubringen.

Individuelles Besuchs-Programm

Bereits im Vorfeld hatte das BMBF Gespräche bei führenden deutschen F&E-Experten arrangiert. Auf dem Programm standen Besuche bei namhaften ITK-Instituten, etwa bei der TU Braunschweig und der Leibniz Universität Hannover. Den Eröffnungsfeierlichkeiten der CeBIT in Anwesenheit von Bundesforschungsministerin Schavan folgten ganze zwei Tage lang geführte Messerundgänge zu den Ständen des BMBF, der Fraunhofer-Institute, der Software AG, der German Research Center for Artificial Intelligence DFKI GmbH sowie der Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH. Bei all diesen Stationen lernten die Besucher nicht nur den Stand der deutschen Forschung sowie deren Forschungsnetzwerke kennen, sondern konnten zudem persönliche Kontakte für potenzielle Kooperationen aufbauen.

Forschung vor Ort

Wie Forschung made in Germany in der Praxis aussieht, erlebten die Delegationsteilnehmer beim zweitägigen Besuch von Forschungseinrichtungen in Berlin, so stellte die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH (VDI/VDE-IT) ihre Innovationprozesse vor, die Deutsche Telekom Laboratories ihre Forschung und Entwicklung in Zusammenarbeit mit der TU Berlin. Der Besuch des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme FOKUS hingegen bot aktuelle Einblicke in die eGovernment-Forschung, vom neuen Personalausweis über Government Mashups und Prozess-Daten-Beschleuniger bis hin zu Cloud Computing. Insgesamt ein spannendes Fachprogramm mit viel Potenzial für bilaterale Kooperationen und die digitale Zukunft.

Weitere Informationen zum Stand des BMBF auf der CEBIT 2011:

Kontakt:

Anna Wolf
Internationales Büro des BMBF
anna.wolf@dlr.de